Flöhe beim Hund erkennen

Es könnte so schön sein: Man spielt genüsslich mit seinem Hund herum. Es macht Spaß, im Haus und außerhalb gemeinsam zu toben. Doch etwas stört. Immer mal wieder setzt sich der Vierbeiner hin und kratzt sich. Natürlich kommt der Verdacht auf, er könne sich Flöhe oder Zecken eingefangen haben. Zumal es nicht unwahrscheinlich ist, dass ein Haustier mit diesen blutsaugenden Parasiten im Fell geplagt ist. Doch wer auf „Nummer Sicher“ gehen will, sollte genau prüfen, ob es sich tatsächlich um Flöhe, Zecken oder ähnliches Ungeziefer handelt und auf die Symptome eines Flohbefalls achten.

Hat mein Hund Flöhe?

Grundsätzlich reicht es dabei nicht aus, lediglich nach springenden schwarzen Punkten auf dem Fell des Hundes Ausschau zu halten. Auch ist es noch lange nicht damit getan, bloß zu registrieren, dass sich das Tier ständig kratzt. Schließlich könnte sich der Hund auch mit einer anderen Krankheit (z.B. Bandwürmer) infiziert haben oder an einer Allergie leiden. Darum ist genau abzuklären, worum es sich handelt.

Flöhe eine Plage für Hunde

Starke Vergrößerung eines Floh.

Flöhe erkennt man dabei an ihrer sehr geringen Größe, die zwischen 1,5 und 4,5 Millimetern liegt, sowie an den drei Beinpaaren. Die Färbung der kleinen Insekten ist rotbräunlich bis braun. Schaut man genauer hin, so ist das letzte Beinpaar bei Flöhen stets etwas länger als die anderen beiden Paare. Der Körper des Flohs ist seitlich abgeflacht und mit einem leichten Chitinpanzer bedeckt. Das Insekt, das ein wahrer Meister im Springen ist, kann sich damit gefahrlos bewegen – ohne befürchten zu müssen, zerdrückt zu werden.

Wem es nicht möglich ist, einen Floh an den genannten Merkmalen zu erkennen, der sollte sich anderer Methoden bedienen: So kann der Hund mit einem feinzahnigen Flohkamm abgekämmt werden. In den eng stehenden Zinken verfangen sich die Insekten sehr leicht und sind dort gut zu erkennen.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, nach dem Dreck zu schauen, den Flöhe hinterlassen. Dabei handelt es sich in der Regel um Flohkot. Dieser lässt sich an seiner schwarzen bis bräunlichen und meist pulverähnlichen Substanz erkennen, die im Fell des Hundes klebt. Wird der Kot abgesammelt, lässt sich im Licht seine eigentlich rotbraune Färbung erkennen. Diese ist nichts anderes als das getrocknete Blut des Hundes, welches letztlich im Kot des Insektes nachweisbar ist.

Warum hat mein Hund Flöhe?

Bei Flöhen reicht es aus, dass der Hund Kontakt zu anderen Hunden, Menschen oder Tieren hat, auf denen sich bereits Flöhe eingenistet haben. Diese springen nun über und machen es sich auf dem neuen Träger heimisch. Legen sie im Fell des Hundes ihre Eier ab, so fallen diese meist vor oder nach dem Schlüpfen der Larven zu Boden. Die meisten dieser Insekten lassen sich somit im Teppich oder im Hundebett nachweisen.

Kratzen beim Hund

Kratzen kann beim Hund auf Flöhe oder andere Parasiten hinweisen

Hier verbleiben sie so lange, bis sich aus der Larve eine Puppe gebildet und diese wiederum zu einem Floh herangewachsen ist. Er wartet jetzt erneut darauf, sich bei dem Hund einnisten zu können. Kommt der Vierbeiner nahe genug, springt der Floh auf und legt nun abermals seine Eier in das Hundefell. Der Lebenszyklus des Flohs beginnt somit von Neuem. Eine Behandlung des Hundes gegen den Flohbefall alleine reicht folglich nicht aus. Das gesamte Haus ist vielmehr gegen Flöhe sowie deren Eier, Larven und Puppen zu behandeln.

Hat jeder Hund Flöhe?

Viele Hundebesitzer fragen sich, ob jeder Hund Flöhe hat. Die Antwort lautet: Nein, nicht jeder Hund hat zu jeder Zeit Flöhe. Wie bereits beschrieben, springen Flöhe nur dann von einem Lebewesen zum anderen, wenn beide Tiere einen direkten Kontakt zueinander haben. Der nicht infizierte Hund kann sich also bei einem Träger von Flöhen anstecken. Hat der Hund keinen Kontakt zu anderen infizierten Lebewesen, so können sich auch keine Flöhe bei ihm einnisten. Dadurch kann der Hund wiederum keine Larven oder Puppen im Haus fallen lassen, die für eine spätere Infektion sorgen könnten.

Wer vermeiden will, dass sich die Insekten auf dem Hund und im Haus verbreiten, sollte das Tier mit einem speziellen Flohshampoo baden. Dadurch werden die Krabbeltiere und ihre Eier, Larven sowie Puppen in kurzer Zeit abgetötet. Darüber hinaus kann eine sorgsame Pflege des Hundes verhindern, dass sich weitere Flöhe auf ihm ansammeln.

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