Deerhound

Deerhound
Rasse:Deerhound
Synonyme:

Schottischer Hirschhund

Herkunft:Großbritannien
FCI-Gruppe:Gruppe 10, Sektion 2: rauhaarige Windhunde – FCI-Nr. 164
Verwendung:Begleithund
Jagdhund
Fell:Struppig, aber nicht übermäßig viel Haar. Es ist dicht, anliegend, zottig und harsch oder steif.
Farben:Dunkles Blaugrau, dunkleres und helleres Grau oder gestromt sowie gelb, rotsandfarben oder rotbräunlich mit schwarzer Maske.
Größe:71 - 76 cm
Gewicht:36 - 45 kg
Lebenserwartung:11 - 12 Jahre

Der Deerhound ist eine vom FCI anerkannte britische Hunderasse, die zu den ältesten Windhunden Großbritanniens zählt. Eine Statue aus dem 8. Jahrhundert stellt bereits zwei Deerhounds beim Angriff auf einen Hirsch dar und der berühmte schottische Dichter Sir Walter Scott setzte seiner schottischen Hirschhündin „Maida“ als „perfektes Geschöpf unter dem Himmel“ im 18. Jahrhundert ein dichterisches Denkmal.

Herkunft und Geschichte

Ob die Deerhounds unmittelbar auf den Wolf oder auf eine Kreuzung der großen keltischen Windhunde mit anderen großen Windhunden zurückgehen, darüber scheiden sich heute die Geister. Sicher ist nur ihre Herkunft aus den schottischen Highlands und ihr ursprünglicher Verwendungszweck: die Hetzjagd auf Hirsche (englisch „deer“), Elche und Wildschweine.

Wegen ihrer stattlichen Größe und ihres ausgeglichenen Temperaments wurden die Deerhounds vom schottischen Hochadel allerdings auch als Begleithunde geschätzt.

Wesen und Charakter

Trotz ihrer Größe und ihres robusten Aussehens sind Deerhounds sanfte Riesen. Freundlich, intelligent und mit einer gehörigen Portion „will to please“ ausgestattet, gestaltet sich ihre Erziehung einfach. Härte und Ungerechtigkeit vertragen sie auf Grund ihrer Sensibilität nur schlecht und können durchaus beleidigt reagieren.

Als ursprüngliche Meutejagdhunde sind sie grundsätzlich mit Artgenossen gut verträglich. Jegliche Aggression gegenüber Menschen, Artgenossen und anderen Tieren war züchterisch nicht erwünscht. Deerhounds sind niemals misstrauisch oder scheu. Die sanften Riesen sind außerordentlich kinderlieb und ihrer Familie treu ergeben.

Haltung und Pflege

Wie alle Windhunde, ist auch der Deerhound ein angenehmer Zeitgenosse im Haus, der sich gerne ein gemütliches Plätzchen sucht und nicht weiter auffällt. Voraussetzung dafür ist es jedoch, dass er ausreichend Bewegung bekommt, sonst wird er auch im Haus unausgeglichen.

Er ist ein ausdauernder Langstreckenläufer und muss mindestens eine Stunde am Tag die Gelegenheit haben, locker zu traben und zu galoppieren. Der Deerhound ist ein exzellenter Begleiter am Pferd, wird aber genauso gerne neben dem Fahrrad her traben oder seinen Besitzer auf der täglichen Joggingrunde begleiten.

Obwohl er schon lange nicht mehr zur Hirschjagd eingesetzt wird, kann er sein genetisches Erbe nicht verleugnen und so müssen sich auch Deerhoundbesitzer im Klaren sein, dass sie einen Hetzjäger ihr eigen nennen, dessen mehr oder weniger stark vorhandener Jagdtrieb liebevoll und konsequent in die richtigen Bahnen gelenkt werden muss.

Auf Grund seines rauhen, Nässe abweisenden Fells fühlt sich der schottische Hirschhund draußen genauso wohl wie im Haus. Er kann problemlos im Freien gehalten werden, solange er nur ausreichend Familienanschluss hat.

Häufige Krankheiten

Wie bei allen großen Rassen besteht auch beim Deerhound ein erhöhtes Risiko für Magendrehungen. Da er als großer Hund eine entsprechende Menge an Futter benötigt, sollte dieses in mindestens zwei Mahlzeiten aufgeteilt werden, um den Verdauungstrakt nicht unnötig zu belasten.
Auch Herzmuskel- und Krebserkrankungen kommen bei dieser Rasse häufiger vor.

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