Basset Hound

Basset Hound
Rasse:Basset Hound
Synonyme:

Basset

Herkunft:Großbritannien
FCI-Gruppe:Gruppe 6, Sektion 1: Laufhunde – FCI-Nr. 16
Verwendung:Begleithund
Jagdhund
Fell:glattes, kurzes, dichtes Haarkleid
Farben:meist dreifarbig (schwarz-braun-weiß)
Größe:33 - 39 cm
Gewicht:Hündin 24 bis 28 kg, Rüde 25 bis 30 kg
Lebenserwartung:12 Jahre

Basset Hound – Gemütlichkeit auf vier Pfoten. Mit seiner Nase entdeckt er täglich zig Gerüche, die ihn beim Spaziergang zur Spurensuche animieren. Aus diesem Grund kommt mit diesem kleinen Krümel keine Hektik auf.

Herkunft und Geschichte

Aufgrund der turbulenten Entstehungsgeschichte dieser Rasse mit Beginn im frühen Mittelalter existieren unterschiedliche Überlieferungen. Fakt ist, dass die Ursprünge dieser Rasse in Frankreich liegen. Als direkte Vorfahren gelten die französischen Niederläufer Basset Artésien Normand und Basset d`Artois. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gelangten die Tiere nach Großbritannien, wo ein regelrechter Run auf die Rasse begann. Züchter begannen mit Verfeinerungen. Die Einkreuzung eines Bluthundes im Jahre 1892 ermöglichte, den Geruchssinn des Vierbeiners enorm zu verbessern. Neben Großbritannien verbreitete sich der Basset Hound in den USA.

Basset HoundIn Deutschland fand erst 1957 die erste offiziell anerkannte Basset Hund-Registrierung statt. Seitdem ist der Vierbeiner auch bei uns in der Beliebtheitsskala gelistet.

Wesen und Charakter

Der Basset Hound mit langgezogenem Körper, an dem Bauch, Ohren, Augenlieder irgendwie „tiefergelegt“ sind, entpuppt sich oftmals als ein flinkes und drolliges Kerlchen. Das zeigt auch sein Charakter. Er mag die Meute, die Gesellschaft um sich herum und „begrüßt“ schwanzwedelnd jeden Gast an der Tür, den er neugierig beschnüffelt: Den Job als Wachhund lehnt er allerdings ab, da er als gutmütiger Kurzbeiner sowieso niemanden beißen kann. Dabei erweist sich seine tiefe Tonlage beim Bellen umso schreckhafter. Potentielle Diebe haben somit kaum Chancen.

Basset Hound WelpeDer kleine Kamerad ist ein ausgesprochener Familien- und Begleithund, der durch seine gutmütige und ruhige Art auch für sensible Kinder geeignet ist. Hunde spüren diese Eigenschaften und passen sich instinktiv der Rolle eines Beschützers an.

Die vormals zur Jagd eingesetzte Basset Hound besitzt noch heute eine gewisse Eigensinnigkeit, der jedoch unter Ausnutzung seines Spieltriebes und mit viel Lob Einhalt geboten werden kann.

Haltung und Pflege

Der kleine Floh ist ein anhängliches Familienmitglied, der trotz seiner Statur sehr bewegungsfreudig ist und ausgedehnte Spaziergänge mag. Als Jagdhund schnüffelt er an allen Ecken und Kanten. Das sollte der Halter beachten. Selbst dichtes Gestrüpp in Waldgegenden oder Parkanlagen stellen für ausgeprägte Jagdgelüste kein Problem dar. Hat sein Geruchssinn eine Spur gepeilt, schaltet der drollige Dickschädel auf Durchzug und geht auf Pirsch. Herrchen hat dann eben Pech! Dieses Verhalten lässt sich nicht komplett unterdrücken, aber durch eine konsequente Erziehung sichtlich einschränken. Hier helfen auch die sogenannten Hundeschulen, die neben dem Training auch mit praktischen Tipps für den Alltag weiterhelfen.

Basset HoundDie kurzen Vierbeiner sind oftmals in unterschiedlichen Wohnverhältnissen anzutreffen. In jungen Jahren stellte das für den Hund noch keine große Last dar. Im späteren Verlauf sind jedoch Wuffis kurze Beinchen nicht mehr in der Lage, das Treppensteigen bis in die vierte Etage zu meistern. Eine Wohnung im Erdgeschoss oder ein Haus mit Garten sind für den kleinen Liebling die Vorzugsvariante.

Die Ernährung des Basset Hounds sollte sehr abwechslungsreich sein. Neben Fleisch und Innereien sollten Obst und Gemüse nur in püriertem Zustand gegeben erden. Ab und zu darf es auch ein Leckerli sein. Trotzdem muss die Ernährung achtsam erfolgen, denn diese Hunderasse neigt zum Übergewicht. Für manch einen Bassethund ist selbst die Nahrungsbeschaffung ein Fest. Der kleine Wurstzipfel auf dem Gelände der Imbissbude wird beim Gassigehen einfach „übersehen“. Sobald Herrchen die Stelle passiert hat, rennt der Hund zurück. Die Gier des Fressens ist allgegenwärtig!

Das kurze Fell ist pflegeleicht und braucht deshalb nur ab und zu gebürstet zu werden. Dabei sind aber unbedingt die empfindlichen Augen und langen Ohren zu berücksichtigen.

Häufige Krankheiten

Durch den ausgeprägten Appetit neigt der kleine Stromer oftmals zu Übergewicht. Dieses führt wiederum zu Knochen- und Gelenkproblemen, wie Bandscheibenvorfälle oder auch Lähmungen. Die kurzen Beinchen bedingen im Winter unvorteilhafte Erfrierungen am Hodensack und der Vorhaut.

Ein häufiges Problem stellen auch die hängenden Ohren dar. Sie überlappen die Gehörgänge und blockieren die Luftzufuhr. Chronische Ohrenentzündungen sind somit unvermeidbar.

Frauchen und Herrchen sollten stets ein wachsames Auge auf Ihren drolligen „Tieflieger“ haben. Durch das tapsige Verhalten werden manche Symptome oftmals erst im Nachhinein bemerkt.

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