Bloodhound

Bloodhound
Rasse:Bloodhound
Synonyme:

Hubertushund
Bluthund
Chien de Saint-Hubert

Herkunft:Belgien
FCI-Gruppe:Gruppe 6, Sektion 1: Laufhunde – FCI-Nr. 84
Verwendung:Arbeitshund
Begleithund
Spürhund
Fell:eng anliegendes, kurzes Fell
Farben:rot-loh, schwarz-loh und einfarbig rot
Größe:58 - 69 cm
Gewicht:36 - 50 kg
Lebenserwartung:10 - 12 Jahre

Der Bloodhound (auch Bluthund, Hubertushund oder Chien de St. Hubertus genannt) ist ein großgewachsener Laufhund und zählt zu den ältesten Hunderassen. In Europa nur gering verbreitet, werden sie in den USA und Kanada häufig als Arbeitshunde für die Polizei, Rettung oder den Zoll eingesetzt.

Herkunft und Geschichte

Es wird vermutet, dass die Geschichte des Bloodhound bis ins 2. Jahrhundert reicht, wo von den Galliern und Kelten ähnliche Hunde als Laufhunde gehalten wurden.

Fest steht, dass der Bloodhound im Kloster Saint-Hubert in den Ardennen von Mönchen gezüchtet wurde und bis ins 16. Jahrhundert in den Meuten des Königshauses lief. Im 11. Jahrhundert, als die Hunde nach England gelangten, entstand der Name „Bloodhound“.

Die Hunde wurden wegen ihrem hervorragenden Jagd- und Geruchssinn sehr geschätzt und als Jagd- und Spürhunde gehalten. Später breitete sich der Bloodhound auch in Amerika aus. Dort wurde er, vorrangig in den Südstaaten, bei der Suche nach entflohenen Sklaven eingesetzt.

Der Name Bloodhound wurde vermutlich von „blooded hound“ („von reinem Blut“) abgeleitet. Eine weitere Theorie besagt, dass der Name auf die besondere Fähigkeit des Hundes, Blutspuren von verletztem Wild zu verfolgen, zurückzuführen ist.

Wesen und Charakter

Bloodhound BluthundDas Verhalten des Bloodhound wird als sanftmütig und gelassen beschrieben. Er ist sehr auf seinen Besitzer fixiert, gilt als freundlich gegenüber Menschen und als verträglich mit anderen Hunden und Haustieren.

Der Bloodhound zeigt kein aggressives Verhalten und ist nicht als Wach- und Schutzhund geeignet. Durch sein eher eigensinniges und dominantes Wesen ist die Erziehung des Bluthundes nicht immer einfach. Sein hervorragender Spürsinn lässt ihn bei Witterung einer Fährte oftmals den Gehorsam vergessen und erschwert die Abrufbarkeit. Die Erziehung verlangt Geduld, Einfühlungsvermögen und Konsequenz. Der Besuch einer Welpenschule bzw. einer Hundeschule wird empfohlen.

Haltung und Pflege

Bluthunde sind nur bedingt als aktiv einzustufen, sind aber für die reine Wohnungshaltung nicht geeignet. Sie brauchen Bewegung und eine Aufgabe, bei welcher ihre Spürnase zum Einsatz kommt. Der Bloodhound kann mit jeglicher Art von Sucharbeit gefordert werden. Als Spür- und Schweißhund für die Jagd und für die Suche nach abgängigen Personen ist er hervorragend geeignet. Wird ihm ein Freilauf auf dem eigenen Grundstück ermöglicht, sollte dieses ausbruchsicher eingezäunt werden.

Der Bloodhound verfügt über kurzes, wetterfestes und pflegeleichtes Fell. Die Augen und Ohren gelten als empfindlich und benötigen eine regelmäßige Kontrolle und Reinigung. Um das Gebiss gesund zu halten sollten dem Bluthund – wie auch bei anderen Rassen – ausreichend Kaumöglichkeiten (Knochen, Rinder- oder Schweineohren) zur Verfügung gestellt werden.

Der Bloodhound gilt als sauberer Hund, der allerdings nach der Nahrungsaufnahme, dem Trinken oder nach körperlicher Betätigung sabbert.

Häufige Krankheiten

Zu den rassetypischen Krankheiten des Bloodhound zählen die Hüftgelenksdysplasie, genetisch bedingte Augenprobleme („Cherry Eye“), Aortenstenose, sowie Störungen des Magen-Darm-Trakts durch seinen empfindlichen Magen. Beim Erwerb eines Bloodhound sollte der Züchter gut ausgewählt werden. Eine gesunde Zucht ist die beste Voraussetzung für ein langes und gesundes Hundeleben.

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