Sheltie

Sheltie
Rasse:Sheltie
Synonyme:

Shetland Sheepdog
Mini-Collie
teilweise auch Zwerg-Collie

Herkunft:Großbritannien
FCI-Gruppe:Gruppe 1, Sektion 1: Schäferhunde – FCI-Nr. 88
Verwendung:Begleithund
Familienhund
Hütehund
Fell:dünn und glatt. Unterwolle schützt vor Kälte und Nässe
Farben:mehrfarbig, weiß, braun, schwarz
Größe:35 - 37 cm
Gewicht:6 - 7 kg
Lebenserwartung:12 - 14 Jahre

Der Sheltie, wie der Shetland Sheepdog liebevoll genannt wird, ist der ideale Familienhund. Denn mit seinem gutmütigen und einfühlsamen Charakter gilt er als ausgesprochen familien- und kinderfreundlich.

Herkunft und Geschichte

Sheltie Shetland Sheepdog Der Sheltie ist eine vom FCI anerkannte britische Hunderasse, die in der FCI-Gruppe 1 (Hüte- und Treibhunde) aufgeführt wird. Diese nordische Hütehunderasse ist durch die Kreuzung aus Border-Collie und Grönlandhund entstanden. Zur Verbesserung der Hüteeigenschaften kam die Kreuzung mit dem Collie hinzu, weshalb er bis heute einem „Mini-Collie“ gleicht.

Ursprünglich stammt der Sheltie von den Shetland Inseln nordöstlich von Schottland, wo er Ende des 19. Jahrhunderts von isländischen und norwegischen Walfängern wegen seiner robusten Art zum Hüten von Schafen eingeführt wurde. Dabei sprang er auch schon mal über die Rücken der Schafe, um sie vor einem Absturz zu bewahren. Heutzutage wird der Sheltie nur noch selten als Hütehund eingesetzt, sondern ist ein beliebter Familienhund. Aufgrund seiner Intelligenz und Lernwilligkeit wird der Sheltie auch gerne als Rettungs- und Lawinensuchhund ausgebildet und zeigt auch im Hundesport gerne, was in ihm steckt.

Wesen und Charakter

Sheltie Shetland SheepdogDer Sheltie ausgesprochen intelligent und seiner temperamentvollen, spielfreudigen und sehr einfühlsamen Art als Familienhund auch bei Kindern sehr beliebt. Selbst mit kleinen Kindern spielt der Sheltie sehr vorsichtig und spürt, in welcher seelischen Verfassung sich die Familienmitglieder befinden. Er lernt schnell und leicht und ist ohne Strenge zu erziehen, da er schnell begreift, wenn er etwas gut gemacht hat und gelobt wird.

Den Mitgliedern seiner Familie ist der Sheltie sehr verbunden, hat jedoch stets zu einer Bezugsperson eine engere Bindung, die er auf Schritt und Tritt begleitet. Fremden Personen gegenüber kann er sich reserviert verhalten, ohne jedoch ängstlich zu sein. Der Sheltie ist immer zu Spiel und Spaß aufgelegt und ist bei Wettbewerben im Hundesport (z. B. Agility, Dogdance, Flyball) häufig erfolgreich. Er hat aber auch Freude daran, seine Bezugsperson beim Joggen, Fahrradfahren oder Reiten zu begleiten.

Haltung und Pflege

Shelti HundesportIn engem Kontakt mit seinen Bezugspersonen fühlt der Sheltie sich besonders wohl und sollte nicht im Zwinger gehalten werden. Wegen seines Temperaments benötigt er mindestens 60 Minuten pro Tag Auslauf und ist daher nur bedingt für die Haltung in der Wohnung geeignet. Der Sheltie ist unkompliziert und leicht zu erziehen und begreift schnell auch ausgefallene Tricks, was ihn auch gerade für Hundeanfänger zum idealen Begleiter macht. Auch im Umgang mit anderen Hunden oder Tieren (z. B. Katzen) gibt es mit dem Sheltie keine Probleme.

Der Sheltie gilt als wenig pflegeaufwändig, da seine dünnen und glatte Haare nicht verfilzen und somit kaum schmutzanfällig sind. Ein tägliches Bürsten oder Kämmen des Haarkleides ist nicht erforderlich und einmal pro Woche vollkommen ausreichend. Allerdings darf die Unterwolle des Shelties nicht rausgekämmt werden, da er ansonsten seinen natürlichen Schutz vor Kälte und Nässe verlieren würde. Lediglich die feine Behaarung an den Ohren und den Vorderläufen sollte häufiger gekämmt werden, damit diese nicht verfilzt. Auch ein Vollbad sollte beim Sheltie möglichst vermieden werden, um die natürliche Fettschicht des Haarkleides nicht zu zerstören.

Häufige Krankheiten

Der Sheltie gilt als sehr gesunde Hunderasse, kann aber für genetisch bedingte Augen-, Haut- und Hüftprobleme anfällig sein. So kann es zu einem Netzhautschwund (PRA = Progressive Retina Atrophy) kommen, die erblich bedingt ist, sowie zur CEA (Collie Eye Anomaly), bei der es sich um eine Erkrankung der äußeren Augenhaut (Lederhaut) handelt. Die Dermatomyositis ist eine genetisch bedingte Haut-Muskel-Erkrankung, die vor allem bei jungen Hunden auftritt und in der Regel milder verläuft als beim Collie. Eine Fehlbildung führt zu einer Ausrenkung des Hüftgelenks und kann so eine Gelenkabnutzung und schmerzhafte Arthritis bei Shelties mittleren Alters herbeiführen.

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