Schnauzer

Schnauzer
Rasse:Schnauzer
Synonyme:

Mittelschnauzer
rauhaariger Pinscher

Herkunft:Deutschland
FCI-Gruppe:Gruppe 2, Sektion 1: Pinscher und Schnauzer – FCI-Nr. 182
Verwendung:Begleithund
Jagdhund
Schutzhund
Fell:drahtig raues Deckhaar und weiche, dichte Unterwolle
Farben:Schwarz, Weiß, Schwarz-Silber, Pfeffer-Salz
Größe:45 - 50 cm
Gewicht:14 - 15 kg
Lebenserwartung:12 - 14 Jahre

Schnauzer sind Hunde, die durch ihre Optik sofort ins Auge stechen. Auffällig ist das raue Fell und der Schnauzbart ist natürlich das rassetypische Merkmal dieser Vierbeiner. Schnauzer kommen in 3 verschiedene Größen vor. Es gibt in der Familie der Schnauzer Zwergschnauzer, Mittelschnauzer und Riesenschnauzer. Die Größe dieser besonderen Tiere rangiert also zwischen 30 cm und 70 cm, und je nach Art bringen die Hunde zwischen 5 kg und 43 kg auf die Waage.

Herkunft und Geschichte

In den späten 1890-er Jahren wurde der Schnauzer noch unter dem Namen rauhaariger Pinscher gelistet, da er wie die Pinscher und Prager Rattler als Mäuse und Rattenjäger gezüchtet wurde. In Süddeutschland war der Schnauzer ein beliebter Hund auf Bauernhöfen und sorgte dafür, dass die Ställe frei von Ungeziefer blieben.Mittelschnauzer

Die Schnauzer verstanden sich auch exzellent mit Pferden und Kühen und liebten es damals wie heute Ratten und Mäuse zu jagen. Geht man aber noch weiter in der Geschichte zurück, so sollen Vorfahren der Schnauzer bereits 3000 is 2500 vor Christus mit den Menschen gelebt haben. Diese Hunde wurden Canis Familiaris Palustris, oder einfach Torfhunde genannt. Die Entwicklung ging weiter über den Bibarhund und den Tanner. Bis 1897 wurde der Schnauzer immer noch zusammen mit Pinschern ausgestellt und gezüchtet, wurde in diesem Jahr jedoch zum ersten Mal unter dem Namen Schnauzer namentlich und mit expliziten Zeichnungen erwähnt.

Wesen und Charakter

Schnauzer sind temperamentvolle und gemächliche Tiere zugleich. Sie haben einen großen Spieltrieb und auch der Jagdtrieb liegt dem Schnauzer im Blut. Schnauzer wollen beschäftigt werden, können aber hinterher wunderbar auf dem Sofa kuscheln Sie sind für ihren tollen Charakter und ihre anhängliche Treue berühmt. Schnauzer sind außergewöhnlich gute Familienhunde und kommen wunderbar mit Kindern aus. Sie sind wachsam und aufmerksam, lassen sich aber nur durch Konsequenz trainieren.Mittelschnauzer laufend

Schnauzer sind eher wenig bestechlich. Auch zählen Schnauzer nicht zu jenen Rassen, die als Kläffer bekannt sind. Sie sind klug und gehorsam, können Fremden gegenüber aber etwas misstrauisch sein. Die Riesenschnauzer sind temperamentvoller als die kleineren Artgenossen und brauchen eine konsequente Führung. Sie lernen aber schnell den Unterschied zwischen der Zeit zum Toben und der Ruhezeit zu erkennen.

Haltung und Pflege

Der Schnauzer hat sowohl eine weiche, dichte Unterwolle, als auch drahtig raues Deckhaar. Mehrmals wöchentlich will dieses Fell gebürstet werden. Die Fellpflege genießt der Schnauzer aber außerordentlich. Zwei Mal pro Jahr muss das Fell auch getrimmt werden. Darunter versteht man das Auszupfen der reifen Haare.Mittelschnauzer sitzend

Auch der markante Bart, das Markenzeichen dieser Rasse, sollte immer in Form gebracht werden.
Schnauzer leben als Familienhunde sowohl in Wohnungen als auch in Häusern. Optimal ist natürlich vor allem bei Riesenschnauzern ein Garten, aber auch mit täglichen ausgedehnten Spaziergängen sind die Bedürfnisse des Schnauzers gedeckt. Sie sind tolle Partner beim täglichen Joggen und laufen ausdauernd neben dem Fahrrad her.

Schnauzer lieben Ball und Aportier-Spiele, genießen aber auch kuschelige Stunden mit Herrchen und Frauchen sehr. Der Schnauzer ist kein Hund der gerne alleine im Zwinger oder in der Hundehütte lebt. Er benötigt engen Kontakt mit seiner Bezugsperson.

Wie bei allen Hunden sollte man auch bei Schnauzern eine konsequente Fütterung anstreben. Ob Nassfutter, Trockenfutter oder Ernährung nach dem Barf Prinzip, da hat jeder Hundehalter seine eigene Philosophie.

Häufige Krankheiten

Die Schnauzer, vor allem die Riesenschnauzer sind anfällig für Knie-Erkrankungen und Defekte an den Knorpeln. Durch gesunde und ausgewogene Ernährung kann man diesen Krankheiten vorbeugen. Auch sollten Hunde aus diesem Grund niemals übergewichtig sein. Ebenso treten bei Schnauzern etwas häufiger Knochentumore auf. Der regelmäßige Besuch beim Tierarzt, einmal pro Jahr mindestens, ist daher obligatorisch, um gemeinsam mit dem Vierbeiner ein langes Hundeleben genießen zu können. Schnauzer werden bei guter Pflege bis zu 15 Jahre alt.

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