Puli

Hunderasse Puli
Rasse:Puli
Herkunft:Ungarn
FCI-Gruppe:Gruppe 1, Sektion 1: Schäferhunde – FCI-Nr. 55
Verwendung:Apportierhund
Begleithund
Hütehund
Größe:37 - 44 cm
Gewicht:10 - 15 kg
Lebenserwartung:12 - 13 Jahre

Der Puli ist eine mittelgroße Hunderasse und gehört zu den aus Ungarn stammenden Hirtenhunden. Er ist mit anderen ungarischen Hirtenhunden eng verwandt. Besonders auffällig ist beim Puli bei richtiger Pflege die sogenannte Bänderbehaarung.

Herkunft und Geschichte

Pulis gehören vermutlich zu den ältesten noch heute lebenden Hunderassen der Welt. Es wurden nämlich bei Ausgrabungen in Mesopotamien Amulette gefunden, auf denen Hunde abgebildet sind, die den heutigen Pulis sehr ähnlich sehen. Diese Amulette sind über 4.000 Jahre alt. In Ungarn wurden Pulis schon sehr lange als Hütehunde gehalten. Offiziell anerkannt ist die Rasse seit 1924. Es gibt Pulis in verschiedenen Farben, zum Beispiel in Schwarz, Perlweiß, Falbfarben mit schwarzer Maske oder Schwarz mit sowohl grauen als auch rostroten Schattierungen. Das Durchschnittsgewicht eines Pulis ist 14 kg.

Wesen und Charakter

Hunderasse PuliWeil der Puli ursprünglich als Hütehund gezüchtet wurde, ist er sehr mutig und verteidigt die Herde, die ihm anvertraut worden ist. Er bellt gern und viel, ist sehr selbständig und willensstark und ausgesprochen wachsam.

Wird ein Puli als Familienhund gehalten, behält er diese Eigenschaften. Dass er gern und schnell bellt, kann unter Umständen je nach Umgebung ein Problem darstellen. Sollte diese Eigenschaft nicht stören, ist der Puli ein liebenswerter und treuer Haushund, der auch seine Familie liebt, bewacht und beschützt. Wenn er alleine auf dem Grundstück gelassen wird, wird er Fremden gegenüber sehr misstrauisch sein. Ist die Familie anwesend, ist er normalerweise auch Fremden gegenüber umgänglich und freundlich.

Haltung und Pflege

In Bezug auf die Haltung ist zu sagen, dass der Puli, wenn er keine Herde zu umsorgen hat, seine Familie um sich braucht und natürlich im Haus gehalten werden sollte.

PuliJunge Pulis werden mit einem sehr flauschigen Fell geboren. Die Bänder oder Schnüre, die die Optik des erwachsenen Pulis ausmachen, entstehen durch eine besondere Form der Pflege. Diese Hunde sollten nämlich nicht gekämmt oder gebürstet werden. Nur die Haarspitzen werden auseinandergezogen, um die Schnüre entstehen zu lassen. Wer mit seinem Puli auf eine Ausstellung gehen möchte, sollte das wissen. Ansonsten ist es natürlich auch möglich, einen Puli zu scheren oder sein Fell zu bürsten. So hat es der Puli im Sommer ein wenig leichter. Trägt ein Puli seinen rassetypischen Bänderbehang, ist es bei großer Wärme ratsam, die Spaziergänge auf die Morgen- und Abendstunden zu verlegen. Da Pulis sehr bewegungsfreudig sind, brauchen diese Hunde viel Bewegung, um gesund zu bleiben.

In Bezug auf die Fütterung muss der Puli nicht anders behandelt werden als die meisten anderen Hunde auch.

Häufige Krankheiten

Der Puli ist nicht krankheitsanfällig und leidet nicht unter zuchtbedingen Krankheiten.

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