Gordon-Setter

Gordon-Setter
Rasse:Gordon-Setter
Synonyme:

Schottischer Setter

Herkunft:Großbritannien
FCI-Gruppe:Gruppe 7, Sektion 2: Britische Vorstehhunde – FCI-Nr. 6
Verwendung:Begleithund
Jagdhund
Vorstehhund
Fell:mittellanges glattes Fell
Farben:Schwarz mit rostrotem Band
Größe:62 - 66 cm
Gewicht:25 - 30kg
Lebenserwartung:13 Jahre Jahre

Der Gordon Setter stammt aus Schottland und wird deshalb auch oft noch Schottischer Setter genannt. Er ist seit 1924 offiziell als Rasse anerkannt. Es handelt sich dabei um einen Vorstehhund, der sich besonders gut für die Jagd auf Niederwild eignet. Sein freundliches Wesen macht ihn aber auch zu einem hervorragenden Familienhund.

Herkunft und Geschichte

Der Gordon Setter gehört zu den Vorstehhunden. Der Einsatz von Hunden mit diesen Eigenschaften, nämlich das Wild aufzuspüren und dann regungslos davor zu verharren, reicht bis ins Mittelalter zurück und wurde vor allen Dingen für die Niederwild-Jagd genutzt. In England und Schottland wurden Vorstehhunde vornehmlich auf den Gütern des Landadels gehalten. Es gab sie in vielen verschiedenen Farb-Varianten.

Gordon-SetterDer Gorden Setter ist pechschwarz und hat einen rostroten Brand. Er hat glattes Haar mit Fransen am Hals, an der Brust und am Bauch. Die Farbzüchtung Gordon Setter soll auf den 4. Herzog von Gordon (Alexander) in Schottland zurückgehen. Anerkannt wurde die Rasse Gordon Setter schließlich 1924 vom englischen Kennel-Club.

Wesen und Charakter

Das sogenannte Vorstehen ist dem Gordon Setter aus genetischen Gründen in die Wiege gelegt worden. Es ist kein anerzogenes Verhalten. Deshalb eignet sich diese Hunderasse so gut für die Formen der Jagd, bei denen ein Vorstehhund gebraucht wird. Diese Hunde spüren das Wild nur auf und bleiben dann regungslos davor stehen. Der Gordon Setter hat ein ausgeprägtes Bedürfnis nach viel Bewegung, das auf jeden Fall befriedigt werden muss, ganz unabhängig davon, ob er zur Jagd oder aber als Familienhund genutzt wird. Er ist auch sehr intelligent und möchte beschäftigt werden.

Der Gordon Setter ist kein Zwingerhund. Er braucht den Anschluss an seine Familie, ist von Natur aus freundlich und niemals aggressiv und sehr familienbezogen. Der Gordon Setter ist sehr sensibel und sollte bei seiner Erziehung deshalb zwar konsequent, aber niemals grob behandelt werden. Wird das missachtet, kann diese Hunderasse das Vertrauen in den Menschen verlieren und sich verweigern, was zuweilen dann als Sturheit ausgelegt wird. Es liegt aber am Halter, so ein Verhalten hervorzurufen.

Gordon-Setter

Wem die Sensibilität des Gordon Setters bewusst ist und wer diesen Hund mit dem nötigen Feingefühl behandelt, wird einen sehr gehorsamen Hund bekommen.

Haltung und Pflege

Wie gesagt, sollte der Gordon Setter niemals im Zwinger gehalten werden, sondern braucht den Familienanschluss, um glücklich zu sein. Seine langen Schlappohren verdecken den Gehörgang. Deshalb ist es ratsam, öfter in die Ohren zu schauen. Sollte sich dort viel Ohrenschmalz angesammelt haben, kann dies mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Alkohol zum Reinigen der Ohren zu verwenden, wäre schädlich. Auch Wattestäbchen sind ungeeignet.

Das mittellange Fell des Gordon Setters sollte mindestens einmal in der Woche gründlich durchgebürstet und gekämmt werden. Falls sich zu viel Fell zwischen den Zehen ansammeln sollte, kann dies mit einer Effilierschere gekürzt werden.

Häufige Krankheiten

Es kann passieren, dass ein Gordon Setter eine Ohrenentzündung bekommt. Das zeigt sich dann durch häufiges Kratzen am Kopf oder Ohr. Dann sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Der Gordon Setter neigt ansonsten nicht zu rassetypischen Erkrankungen.

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