Mudi (Ungarischer Hirtenhund)

Mudi (Ungarischer Hirtenhund)
Rasse:Mudi
Synonyme:

Ungarischer Hirtenhund

Herkunft:Ungarn
FCI-Gruppe:Gruppe 1, Sektion 1: Schäferhunde, FCI-Nr. 238
Verwendung:Begleithund
Hütehund
Schutzhund
Fell:mittellanges, gewelltes Haar. An Kopf und Gliedern kurzes glattes Haar
Farben:Schwarz, Weiß, Reh, Asche, Braun
Größe:38 - 47 cm
Gewicht:8 - 13 kilo
Lebenserwartung:13 - 14 Jahre

Ein Mudi ist ein ungarischer Hirtenhund. Er ist lebhaft und mutig und wird wegen seines Mutes gern bei der Treibjagd, als Wachhund oder als Spürhund bei der Drogenfahndung eingesetzt.

Herkunft und Geschichte

Wahrscheinlich ist die Hunderasse Mudi im 18. Jh. entstanden, weil es bereits aus dem Jahr 1815 eine Abbildung und Beschreibung dieser Hundeart gibt. Es wird vermutet, dass Donauschwaben, die im 18. Jh. nach Ungarn auswanderten, ihre Hunderassen Schäferspitz, Pommernspitz und Schafpudel mit ins Land brachten und dass sich diese mit den ungarischen Hirtenhunden paarten, möglicherweise auch mit dem Kroatischen Schäferhund.

Der Mudi gilt als enger Verwandter der Rassen Pumi und Puli. Seit 1936 erhielt die Rasse ihren in Abgrenzung von diesen ihren eigenen Namen. In ihrem Heimatland Ungarn zählen Mudis zu den beliebtesten Hundearten. Das Zuchtregister ist noch offen für diese Hunde, sie werden auch ohne Papiere aufgenommen.

Wesen und Charakter

Mudis sind agile, intelligente, mutige Hunde, die sehr anpassungsfähig sind und sich gern abarbeiten. Sie haben eine gute Auffassungsgabe und brauchen viel Beschäftigung. Typisch für eine Mudi ist seine große Anhänglichkeit. Er bleibt immer in der Nähe seiner Besitzer und lässt sie kaum aus den Augen.

Im Gegensatz zu anderen Rassen neigt ein Mudi nicht zum Herumstreunen und ist deshalb auch bei Waldspaziergängen pflegeleicht. Seine erhöhte Wachsamkeit wird ihm oft im negativen Sinne als Bellfreude ausgelegt. Der Mudi ist bei der Arbeit robust, aber er ist auch sensibel. Deshalb ist eine harte Erziehung nicht das Richtige für ihn, sie würde nur seine Bockigkeit fördern. Weil Mudis fröhlich und anpassungsfähig sind, ist es für sie auch kein Problem, in einer Stadtwohnung zu leben oder in einer Familie.

Haltung und Pflege

Für einen Mudi ist es wichtig, genügend Auslauf zu haben. Er ist ein guter Spielkamerad und beschützt gern seine Familie. Als Hütehund in einer Herde sorgt er mutig und ausdauernd dafür, dass kein Tier ausbricht. Er ist ein idealer Hund für Menschen, die einen pflegeleichten und umgänglichen Familienhund suchen.

Er verträgt sich auch gut mit anderen Tieren im Haushalt. Für ältere Menschen mit Bewegungseinschränkungen und Bewegungsfaule ist er nicht der richtige Hund. Für die Fellpflege reicht es, das Fell regelmäßig zu bürsten.

Häufige Krankheiten

Körperlich ist der Mudi robust, aber er hat eine empfindliche Seele und neigt zu Apathie und Aggression, wenn er unterfordert ist.

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