Malteser

Rasse:Malteser
Synonyme:

Bichon Maltais

Herkunft:Mittelmeerraum
FCI-Gruppe:9, Sektion 1: Bichons – FCI-Nr. 65
Verwendung:Begleithund
Fell:glatt oder leicht gewellt
Farben:weiß, creme
Größe:20 - 25 cm
Gewicht:2 - 3 kg
Lebenserwartung:14 - 15 Jahre

Der Malteser ist ein kleiner Hund, der eine Widerristhöhe von maximal 25 Zentimetern und ein Gewicht bis zu vier Kilogramm erreicht. Seine Erscheinung zeichnet sich durch reinweißes oder elfenbeinfarbenes langes Fell aus, das bis zum Boden reichen kann, und zu dem seine großen, schwarzen Knopfaugen einen eindrucksvollen Kontrast bilden. Er ähnelt recht stark dem Havaneser, der aus dem Malteser gezüchtet wurde. Auch eine starke Ähnlichkeit mit Bologneser ist gegeben.

Herkunft und Geschichte

Malteser mit langem FellDie Herkunft des Maltesers lässt sich geographisch und zeitlich nicht mit Gewissheit einordnen, bekannt ist aber, dass die Hunde bereits bei den alten Ägyptern und Römern beliebt waren. Später schätzte auch der englische und französische Adel diese Rasse als „Schoßhündchen“. Vermutet wird, dass sich die Hunderasse aus dem Mittelmeerraum über Handelsschiffe von Malta aus in der ganzen Welt verbreitet hat, was die Herkunft des Namens erklären könnte. Seine lange Geschichte als Statussymbol und Begleiter der feinen Gesellschaft hat der Malteser hinter sich gelassen, und so ist er heute ein „Hund für jedermann“.

Wesen und Charakter

Der Malteser erfreut Kinder und Familien, sowie jüngere oder ältere Menschen mit seinem liebenswerten, verspielten und geduldigen Wesen. Bei richtiger Haltung und Pflege ist er ein gutmütiger und unkomplizierter Gefährte, der keinerlei Aggression zeigt. Gelehrigkeit und ein kaum ausgeprägter Jagdtrieb ermöglichen es auch weniger erfahrenen Hundebesitzern, eine gute Beziehung zum Hund aufzubauen. Der Malteser ist bewegungsfreudig und lebhaft, will im Spiel und auf Spaziergängen geistig und körperlich gefordert werden. Seine relativ leichte Erziehbarkeit und die ihm eigene Anhänglichkeit ermöglichen eine innige Beziehung zwischen Hund und Halter.

Haltung und Pflege

MalteserEssentiell für Wohlbefinden und Gesunderhaltung eines Hundes sind tägliche Spaziergänge, die über die „Runde um den Block“ hinausgehen. Obgleich der Malteser nicht ausgesprochen viel Bewegung benötigt, braucht er mindestens zwei, besser drei Spaziergänge und mehrere kurze Spielsequenzen pro Tag. Eine Haltung in der Stadt ist möglich, sofern der Hundehalter für entsprechenden Auslauf sorgt.

Häufiges oder langes Treppensteigen oder Springen auf hartem Untergrund können dem Malteser erheblich schaden, da rassebedingt ein erhöhtes Risiko einer Patellaluxation (siehe Krankheiten) besteht.

Zur korrekten Hundehaltung gehört es auch, dass mindestens eine Bezugsperson immer oder über weite Zeiträume verfügbar ist und dem Hund Kontakt und Ansprache bietet. Hunde sind Rudeltiere und fühlen sich alleine nicht wohl.

Das Fell eines Maltesers ist pflegeintensiv und neigt zum Verknoten oder Verfilzen. Idealerweise werden die Haare einmal pro Tag entwirrt und gebürstet. Schmutz oder Verkrustungen können mit einem gröberen Kamm vorab entfernt werden. Die Pflegeeinheiten für das Fell des Hundes müssen bei Erwägungen über den zeitlichen Aufwand einkalkuliert werden. Sie haben nicht lediglich einen kosmetischen Zweck, sondern dienen vor allem der Erhaltung einer gesunden Haut.

Die Fütterung ist an Aktivität, Gesundheitszustand und Alter des Hundes anzupassen. Prinzipiell kann handelsübliches Nass- oder Trockenfutter sowie selbst zubereitetes Futter angeboten werden, je nach Budget und verfügbarer Zeit.
Bei Symptomen wie Juckreiz, Hautrötungen, Haarausfall, Erbrechen oder Durchfall ist immer auch an eine Futtermittelallergie zu denken und ein Tierarzt zu konsultieren.

Häufige Krankheiten

Grundsätzlich erfreut sich der Malteser eher einer robusten Gesundheit. Seine Lebenserwartung liegt bei etwa 12-15 Jahren.
Schwachpunkte in der Gesundheit bilden die Augen, die besonders infektionsgefährdet sind. Sie sollten täglich kontrolliert und gereinigt werden, um Entzündungen vorzubeugen. Die langen Haare sind so zu kürzen, dass die Augen frei sind.
Rassetypisch ist auch das Herausspringen oder Verschieben der Kniescheibe (Patellaluxation), das besonders aufgrund von Übergewicht, falscher Belastung oder Überbeanspruchung (siehe Haltung und Pflege) des Bewegungsapparats entsteht.

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