Billy

Rasse:Billy
Herkunft:Frankreich
FCI-Gruppe:Gruppe 6, Sektion 1: Große Laufhunde – FCI-Nr. 25
Verwendung:Begleithund
Jagdhund
Fell:kurzes und glattes
Farben:Weiß, Zitronengelb-weiß, Milchkaffeeweiß, Orange/Weiß
Größe:58 - 70
Gewicht:24 - 32 kg

Beim Billy handelt es sich um eine sehr selten Jagdhund-Rasse. Er besticht mit seinem zierlich, schlanken Kopf und seinen schwarz umrandeten Augen und kann eine Schulterhöhe von 70 cm und ein Gewicht von 30 Kilogramm erreichen. Bei dieser vom FCI anerkannten Rasse handelt es sich um Hunde, die heute auch gerne als Familienhunde gehalten werden, da sie sehr agil, freundlich und umgänglich sind.

Herkunft und Geschichte

Der Billy wurde aus drei unterschiedlichen Hunderassen gezüchtet, die in der Zwischenzeit komplett ausgestorben sind. Auch der Billy selbst war nach dem 2. Weltkrieg stark gefährdet. Die Rasse konnte jedoch wiederbelebt und gerettet werden.

Der Billy wurde aus den Rassen Montaimboef, Ceris und Larrye von einem Züchter namens Hublot du Rivault gezüchtet. Der Hund ist nach der Heimat seines Züchters, Billy in Poitou – Frankreich, benannt.
Im Jahre 1877 erblickte der erste Welpe dieser Züchtung das Licht der Welt. Anton, der Sohn des ursprünglichen Züchters nahm sich in den 1950-er Jahren der Zucht an und war stolz auf seine Hündin Blondinette, die alleine 78 Welpen zur Welt brachte.

In der heutigen Zeit gibt es vermehrt Billy Zuchten, die sich jedoch hauptsächlich in Frankreich befinden.
Der Billy war ein beliebter Jagdhund, da diese Rasse sehr flink, ehrgeizig und gelehrig ist. Heute wird er in unseren Breiten nur mehr selten als Jagdhund eingesetzt.

Wesen und Charakter

Der Billy ist für seine besonders sensible Nase bekannt. Abseits der Jagdreviere ist dieser Hund jedoch sehr gechillt und liebt es, faul in der Sonne zu liegen. Daher ist der Billy auch ein optimaler Familienhund, am besten für Familien, die selbst gerne aktiv sind.

Diese Hunde gelten als ruhig und besonnen und lassen sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Sie haben jedoch einen starken Jagdtrieb und ein besuch der Hundeschule ist ein absolutes Muss. Der Billy ist schnell und für seinen Galopp berühmt. Diese Hunde sind daher tolle Sportpartner, jedoch auch sehr liebenswürdige Tiere, die sich gut mit Kindern vertragen.

Haltung und Pflege

Das kurze und glatte Fell dieser Hunde ist sehr pflegeleicht. Das Fell sollte nur regelmäßig gebürstet werden. Wie bei allen Jagdhunden, die sich viel im Wald aufhalten, ist es wichtig auf einen guten Schutz gegen Parasiten wie Zecken zu achten. Auch die Ballen sollten regelmäßig kontrolliert und die Ohren gereinigt werden.

Der Billy fühlt sich in einem Haus mit Garten wohl und ist weniger für eine Stadtwohnung geeignet. Diese Rasse zählt zu den Jagd,- und Laufhunden und benötigt dementsprechend viel Auslauf und Auslastung.
Der Billy ist ein Hund, der auch im Zwinger gehalten werden kann. Diese Hunde lieben die Sonne, benötigen jedoch einen hygienisch sauberen Zwinger, in welchem auch ein schattiger Rückzugsort zu finden ist. Der Billy kann mit anderen Artgenossen gehalten werden. Hier sollte jedoch von Beginn an darauf geachtet werden, dass der Hund sehr gut sozialisiert wurde.

Der Billy ist durch den kleinen Genpool der Zucht immer anfällig für Krankheiten. Viele dieser Hunde leiden auch an Hautkrankheiten, die sich jedoch mit ausgewogener Ernährung gut in den Griff bekommen lassen. Ob Barf oder Fütterung mit Trocken,- oder Nassfutter, es sollten stets mögliche Futterallergien ausgeschlossen werden.

häufige Krankheiten

Wie erwähnt sind Hunde, die aus einem relativ kleinen Genpool gezüchtet wurden, anfälliger für Krankheiten als andere Hunderassen. Gerade Erbkrankheiten kommen häufig vor. Diese Hunde leiden oft unter HD oder Pankreas Insuffizienz. Auch degenerative Myleopathie – die neurologischen Erkrankungen des Rückenmarks kommt bei dieser Hunderasse nicht selten vor.

Ein Billy sollte stets aus einer qualitativ hochwertigen Zucht stammen. Hier werden die Elterntiere regelmäßig untersucht und Zuchtfehler und Erbkrankheiten so gut es geht ausgeschlossen. Auch sind Untersuchungen beim Tierarzt Pflicht, da Krankheiten, werden sie früh genug erkannt, behandelt werden können.

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