Australian Cattle Dog

Australian Cattle Dog
Rasse:Australian Cattle Dog
Synonyme:

Australischer Heeler
Blue Heeler
Queensland Heeler

Herkunft:Australien
FCI-Gruppe:Gruppe 1, Sektion 2: Treibhunde – FCI-Nr. 287
Verwendung:Begleithund
Hütehund
Fell:wetterfestes Fell, welches dicht, gerade und mittellang ist. Die Unterwolle ist hingegen kurz und auch dicht.
Farben:Lohfarben, blau, rot gefleckt
Größe:Rüde: 46 – 51 cm, Hündin: 43 – 48 cm
Gewicht:16 – 20 kg
Lebenserwartung:12 Jahre Jahre

Der Australian Cattle Dog ist ein eifriger und äußerst sportlicher Arbeitshund. Seine Intelligenz macht ihn zu einem selbstbewussten Hund, der deshalb nur in erfahrene Hände gehört. Fremden gegenüber hegt er ein gewisses Misstrauen.

Herkunft und Geschichte

Sein Name ist Programm: Der Australian Cattle Dog wurde von frühen Siedlern in Australien für das Treiben von Rindern gezüchtet. Ursprünglich waren die ersten Vertreter der Rasse wohl Nachfahren der sogenannten Drover Dogs, ähnlich Collies, die nach Australien importiert wurden. Ihr langes Haarkleid war jedoch für das heiße australische Wetter und das allgemein warme Klima dort nicht geeignet.

Australian Cattle DogDer Großgrundbesitzer und Rinderzüchter Thomas Hall verpaarte Anfang der 1830er Jahre Hunde dieser Rasse mit den einheimischen wilden Dingos. Die so entstandenen arbeitsamen Hunde wurden als „Hall’s Heeler“ bekannt und zeichneten sich dadurch aus, dass sie Rinderherden über weite Entfernungen durch klimatisch unwirtliche Gegenden treiben konnten. Auch als Wachhunde waren sie beliebt. Später wurde der „Hall’s Heeler“ mit anderen Rassen gekreuzt – welche genau darunter waren ist umstritten.

Wesen und Charakter

Der Australian Cattle Dog ist ein gelehriger Hund, der ihm zugewiesene Aufgaben unbedingt erfüllen will. Dank seiner großen Intelligenz gelingt ihm dies in der Regel mühelos. Dabei ist er in seinem Arbeitseifer unermüdlich. Der Australian Cattle Dog ist ein sehr selbständiger Hund, der konsequent erzogen werden muss. Hat er nicht die nötige Führung, kann er problematisch werden.

Auch im Umgang mit anderen Hunden kann es bei dieser Rasse aufgrund der häufig vorhandenen Dominanz Probleme geben. Der Australian Cattle Dog ist ein guter Wachhund und hat kaum Jagdtrieb. Gleichwohl unterscheiden sich die Vertreter dieser Rasse zum Teil stark im Charakter, liebevolle Schmusehunde sind ebenso bekannt wie dominante Tiere.

Haltung und Pflege

Der Australian Cattle Dog ist ein klassischer Hütehund, der idealerweise eine Herde hat, auf die er aufpassen kann. Auch als Wachhund ist er gut geeignet. Als Familienhund ist der Australian Cattle Dog nur bedingt geeignet. Er benötigt viel Aufmerksamkeit und sinnvolle Beschäftigung.

Australian Cattle DogDabei sollte Wert auf Abwechslung gelegt werden, weil diese Rasse an stumpfen Wiederholungen bestimmter Übungen oder Aufgaben wenig Freude hat. Reine Spaziergänge reichen nicht aus, um den Australian Cattle Dog zufrieden zu stellen. Stattdessen bieten sich gezielte Beschäftigungen wie Obedience, Agility oder anderer Turniersport an. Dabei kann er seinen Arbeitseifer und Bewegungsdrang ausleben. Auch als Rettungshund kann diese Rasse sich eignen.

Australian Cattle Dogs sind in der Regel sehr stark auf ihre primären Bezugspersonen fixiert, fremde Menschen dagegen lassen sie eher kalt oder sie stehen ihnen sogar ablehnend gegenüber. Damit er sein natürliches Misstrauen gegenüber fremden Personen nicht allzu stark in negativer Form äußert, ist eine frühe und umfassende Sozialisierung des Australian Cattle Dogs sehr wichtig.

Das kurze Fell des Australian Cattle Dogs benötigt nur mäßig viel Pflege. Es reicht, die Tiere einmal pro Woche mit einer Bürste zu kämmen. In Zeiten des Fellwechsels sollte der Hund täglich gebürstet werden.

Häufige Krankheiten

Es gibt einige Erbkrankheiten, die beim Australian Cattle Dog auftreten können. Dazu zählt die Augenkrankheit prcd-PRA, die unbehandelt zur vollständigen Erblindung des Tieres führen kann. Es gibt Gen-Tests, mit deren Hilfe das Risiko zu Erkranken eingeschätzt werden kann. Entsprechend vorbelastete Tiere sollte nicht zur Zucht verwendet werden. Auch Taubheit kann ein Problem bei Australian Cattle Dogs sein. Hier sind, wie bei anderen Tieren und Rassen auch, weiße Tiere stärker gefährdet als andere. In Einzelfällen können Vertreter der Rasse einen zu kurzen Unterkiefer aufweisen oder eine Knickrute haben.

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