Dingo

Dingo
Rasse:Dingo
Herkunft:Australien
FCI-Gruppe:nicht anerkannt

Der Dingo ist als verwilderter Haushund Australiens bekannt. Er besitzt die ungefähre Größe eines Schäferhundes, ähnelt aber äußerlich eher einem Wolf. Nur das Fell ist hier etwas kürzer. Mit der Zeit hat er eine Eigenständigkeit bewiesen, die ihn heute als Wildhund sehen lässt. Doch was macht diese Rasse so besonders, dass sie immer wieder für Aufmerksamkeit sorgt?

Herkunft und Geschichte

Bereits vor Jahrtausenden wurden die damaligen Haushunde ausgewildert und bildeten somit die eigenständige Rasse „Dingo“. In den späteren Jahren vermischten sie sich immer wieder mit anderen Haushunden, daher gibt es heute nur noch Mischlinge. Dingos leben verteilt über den gesamten australischen Kontinent und sind bezüglich ihres Lebensraum nicht gerade wählerisch. Sie leben auf dem Grasland, in der Wüste und in den Wäldern, wobei sie gerne Jagd auf Wombats oder Kängurus machen. Auch die Wildkaninchen gehören zum typischen Speiseplan eines Dingos. Er besitzt also einen ausgeprägten Jagdinstinkt.

Ursprünglich kamen die Dingos mit den ersten Siedlern nach Australien. Später lebte der Dingo bei den australischen Ureinwohnern, bewachte die Familie und spielte mit den Kindern. Einen Jagdbegleiter stellte er aber nicht dar. Da die wilde Form der Dingos jedoch allein auf Nahrungssuche gehen musste, prägte sich der Jagdinstinkt aus. Sie scheuten aber auch nicht bis in die neuen Siedlungen zu kommen und dort Jagd auf das Vieh zu machen. Daher wurde im Jahre 1920 ein Zaun gebaut, der die Wildhunde von den Siedlungen fern halten sollte.

Wesen und Charakter

DingoDingos zählen zu den Wildhunden und besitzen daher auch ein sehr eigenständiges Wesen. Sie sind sehr intelligent, großartige Jäger und haben sich dem rauen Klima Australiens perfekt angepasst. Obwohl der Mensch es mehrmals versucht hat, konnte diese Rasse nicht ausgerottet werden. Er hat keine Scheu vor Menschen, wirkt in der Nähe von Siedlungen aber sehr aggressiv. Er gilt in Australien als gefürchteter Schafsmörder, weshalb er bei den Viehzüchtern eher unbeliebt ist.

Da er sich in den letzten Jahren immer wieder mit anderen Haushunden verpaart hat, eignete er sich auch deren Eigenschaften an und gilt heute als sehr robuste Hunderasse. Diese Vermischung mit anderen Rassen hat aber auch dazu beigetragen, dass der ursprüngliche Dingo vom Aussterben bedroht ist.

Haltung und Pflege

Dingos eignen sich nicht für die Haltung als Haus- und Familienhund. Zu sehr hat das freie Leben in der Natur ihr Wesen und ihren Charakter geprägt. In Europa ist die Haltung der Dingos sogar verboten. Ausschließlich in Australien finden sich immer wieder sozialisierte Dingos, die sich sogar menschenfreundlich und anhänglich ihrem Gegenüber zeigen. Daher ist die Haltung dort in einigen Regionen sogar üblich. Dennoch sollte einem Dingo nie ohne Vorsicht begegnet werden, da sie schnell aggressives Verhalten aufweisen können und nicht davor scheuen einen Menschen anzufallen.

Dingos benötigen keinen großen Pflegeaufwand, da sie in der Natur auch auf sich alleine gestellt wären. Da sie aber einen ausgeprägten Jagdinstinkt besitzen, neigen sie immer wieder dazu auszubrechen und auf die Jagd zu gehen. Dementsprechend sollten die Tiere auch ernährt werden, rohes Fleisch und Aas gehört daher auf den Speiseplan eines Dingos.

Häufige Krankheiten

Da Dingos in der Regel nicht als Haushunde gehalten werden, können auch keine genauen Angaben über rassebedingte Erkrankungen gemacht werden. Sie zählen aber zu den robusten Hunderassen, die allerlei Krankheiten strotzen können. Großes Problem kann der Parasitenbefall darstellen, da die Dingos in freier Natur leben.

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