Shar Pei

Rasse:Shar Pei
Herkunft:China
FCI-Gruppe:Gruppe 2, Sektion 2: Molosser – FCI-Nr. 309
Verwendung:Begleithund
Hütehund
Jagdhund
Größe:46 - 51 cm
Gewicht:16 - 20 kg
Lebenserwartung:11 - 12 Jahre

Der Shar Pei – asiatischer Hund mit liebenswürdigem Aussehen und Charakter. Hinter den Falten versteckt sich ein loyaler Gefährte, dessen Name übersetzt „Sandhaut“ bedeutet.

Herkunft und Geschichte

Die Hunderasse Shar Pei ist tief in China verwurzelt, wo ihre Entstehung und Abstammung nicht vollständig absehbar ist. Es ist anzunehmen, dass der damalige Kampf- und Jagdhund schon in der Han-Dynastie (206 v. Chr. – 220 n. Chr.) eingesetzt und gezüchtet wurde. Als Rassenursprung werden der Do Khyi, der Chow- Chow und andere ansässige Rassen vermutet.

Ganz besonders an der südchinesischen Küste wurde der Shar Pei als Kampfhund gehalten, aber dank seiner Vielseitigkeit auch als Jagdhund und Wachthund nicht nur auf Bauernhöfen geschätzt. Auch bei den chinesischen Herrschern war der Hund sehr beliebt. Die dunkle Zunge sollte dunkle Mächte abschrecken und die faltige Haut den Hund größer wirken lassen. Auch in Hundekämpfen boten die Falten einen Vorteil, denn die Hautlappen erhöhten den Schutz um die lebenswichtigen Organe des Shar Pei.

Während der Kommunistischen Revolution starb die Rasse beinahe aus, doch ein Hongkonger Geschäftsmann engagierte sich für das Überleben der Hunde und begann, in einem amerikanischen Magazin Werbung für den Shar Pei zu machen. Durch die einzelnen Hunde, die er aus China herausschmuggeln konnte, und die Zucht, die daraus neu entstand, stieg die Shar Pei- Population enorm und gehört heute zu den beliebtesten amerikanischen Rassen.

Wesen und Charakter

Der Shar Pei verhält sich sehr liebevoll zu den Mitgliedern seiner Familie und besitzt einen starken Drang, diese zu beschützen. Solange er keine Gefahr sieht, strahlt der Hund eine freundliche Ruhe aus, die er auch im Haus beibehält. Er ist loyal und gemütlich, im Notfall aber selbstsicher und bereit, seine Familie zu verteidigen. Der Shar Pei ist ein intelligenter und arbeitsfreudiger Begleithund, der es liebt, Zeit und Zuneigung mit seinen Menschen zu teilen.

Sein Temperament hängt nicht nur, aber größtenteils auch davon ab, wie seine Beziehung zu seinem Halter ist. Er muss erkennen, dass er selbst in der Ordnung unter seinem Besitzer steht, ansonsten übernimmt der Shar Pei das Kommando und entwickelt ungesunde Verhaltensweisen.

Haltung und Pflege

Der Shar Pei gilt als ein sauberer und reinlicher Hund, der auch dank seines kurzen, borstigen Fells nicht viel Pflege braucht. Haarausfall ist kein Thema mit dem kurzen Fell. Dennoch sollte der Hund regelmäßige gewaschen werden, um die Ansammlung von Dreck und Bakterien in den Hautfalten zu vermeiden.
Der Shar Pei ist gerne draußen und genießt abwechslungsreiche Spaziergänge, eignet sich aber keineswegs für die Außenhaltung. Vorsicht sollte beim Ableinen immer vorausgesetzt sein, da der Jagdtrieb des Shar Pei ab und zu durchdringt und der bullige Hund durchaus eigensinning auftreten kann.

Er eignet sich trotz seiner Intelligenz nicht für Hundesport und während er auf fremde Menschen in seiner Umgebung manchmal zurückhaltend wirkt, lässt er sich leicht durch andere Hunde provozieren.
Es ist wichtig, klare Regeln und Strukturen für den starken Shar Pei zu erstellen und in seiner Erziehung konsequent, aber auch einfühlsam zu agieren.

Empfohlen werden auf der einen Seite die Haltung des Hundes durch Erwachsene ohne Kinder oder anderen Haustieren, auf der anderen Seite auch das Training an der Seite eines erfahrenen Hundetrainers. Natürlich kann der Hund auch mit Kindern gehalten werden, in dem Fall sollte das Tier jedoch schon im Welpenalter an Kinder gewöhnt worden sein.

Häufige Krankheiten

Bekannt für die Rasse sind Nierenversagen (Amyloidosis), welches Fieber und angeschwollene Gelenke sowie Gesichtspartien verursachen kann und genetisch vererbbar ist. Der Körper kann dann bestimmte Proteine nicht spalten, was Leber- und Nierenschädigung verursacht. Meistens sind schon im Welpenalter Anfälle dieser Art zu beobachten, sofern die Krankheit auftritt. In schweren Fällen sind Durchfall und Erbrechen gepaart mit starkem Fieber bekannt.

Shar Pei sind außerdem anfällig für Mastzellentumore, also Tumore auf und unter der Haut, die verschiedene Substanzen in sich tragen, die bei Ausschüttung allergieartige Reaktionen sowie Erbrechen, Wundheilungsstörungen, Geschwüre oder Schwellungen verursachen können.

Regelmäßige Kontrolle von Körper, besonders von Gesicht und Haut sollten genau wie regelmäßige Tierarztbesuche Normalität sein.