Pudel

Rasse:Pudel
Synonyme:

Großpudel
Riesenpudel
Kleinpudel
Zwergpudel
Caniche

Herkunft:Frankreich
FCI-Gruppe:Gruppe 9, Sektion 2: Pudel – FCI-Nr. 172
Verwendung:Begleithund
Familienhund
Farben:Schwarz, Weiß, Braun, Silber, Apricot und Red
Größe:Großpudel: 45-58cm, Kleinpudel: 35-45cm, Zwergpudel: 28-35cm
Gewicht:Großpudel: 22kg, Kleinpudel: 15kg, Zwergpudel: 4kg
Lebenserwartung:11 - 15 Jahre

Pudel sind freundlich und ausgesprochen gelehrig. Sie gehören schon sehr lange zu den besonders beliebten Familienhunden. Es gibt diese Hunde in vielen verschiedenen Größen und Farben. Ihr liebenswertes Wesen haben alle Pudel. Das lockige Fell hat eine besonders praktische Eigenschaft. Wenn Pudel regelmäßig gebürstet werden, haaren sie nämlich nicht.

Herkunft und Geschichte

Der Name Pudel kommt aus dem Altdeutschen und hat die Bedeutung: „Im Wasser planschen.“ Es ist bisher nicht genau geklärt, wie lange es schon Pudel gibt. Beschreibungen, die auf diese Hunderasse schließen lassen, lassen sich schon in Schriften aus dem 15. Jahrhundert finden. Nachweisen lässt sich die Pudelzucht seit Ende des 19. Jahrhunderts. Als Ursprungsland wurde nach langer Zeit Frankreich festgelegt, aber auch Deutschland und Russland waren damals bei der Diskussion um das Ursprungsland des Pudels im Gespräch.

Anfänglich gab es nur Groß- und Kleinpudel und die Farben Schwarz, Weiß, Red und Braun. Später kamen die Farben Apricot und Silber dazu. Noch nicht sehr lange werden inzwischen auch zweifarbige Pudel als rasserein zugelassen. Ebenso entwickelten sich später bei der Pudelzucht die zusätzlichen Größen Zwerg- und Toypudel.

Wesen und Charakter

Pudel aller Größen sind besonders freundlich und ungewöhnlich lernfähig. Sie sind deshalb ideale Familienhunde und für Kinder sehr gut geeignet. Sehr viel Freude haben Pudelfreunde aber auch mit ihren Hunden an Hundesportarten wie Obedience und Agility. Auch als Schutzhunde sind Pudel sehr gut geeignet. Die Großpudel werden zudem häufig als Blindenhunde oder im Katastrophenschutz eingesetzt.

Haltung und Pflege

Bei der Pflege eines Pudels ist es wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, dass langhaarige Pudel mehrmals in der Wochen gründlich gebürstet werden müssen, damit das Fell nicht verfilzt. Das gilt bei den verschiedenen Formen der Pudelschur auch grundsätzlich für die Fellbereiche, die nicht abgeschoren worden sind. Pudel können aber auch ganz geschoren werden. Geschorene Pudel müssen alle 6 bis 8 Wochen zum Hundefriseur, worüber sich Pudelbesitzer schon vor der Anschaffung so eines Hundes im Klaren sein sollten.

Wie alle Hunde brauchen Pudel genug Bewegung und genug Gesellschaft. Aufgrund ihrer Intelligenz und ihres lebhaften Wesens ist jede Form von Beschäftigung mit dem Pudel wichtig für das Wohlbefinden dieses Tieres. Der Pudel ist glücklich, wenn er seine Familie in der Nähe weiß. Vom Futter her ist der Pudel anspruchslos. Er ist nicht ungewöhnlich empfindlich und sollte wie jede Hunderasse hochwertiges Futter bekommen.

Häufige Krankheiten

Es gibt einige Krankheiten, für die Pudel besonders anfällig sind. Dazu gehört bei den Großpudeln die Hüftdysplasie (HD). Alle kleineren Pudelvarianten neigen wiederum zu den Augenkrankheiten progressive Retinaatrophie und Katarakt (grauer Star).

Zwerg- und Toypudel erkranken häufig an der Patellaluxation, einer Verlagerung der Kniescheibe oder aber an einer angeborenen Harnleiterektopie.

Auch die Sebadenitis, bei der das eigene Immunsystem die Talgdrüsen zerstört, kommt bei Pudeln aller Größen häufig vor. In diesem Fall kommt es zur Unterversorgung der Haare, die dann ausfallen. Bei der Pudelzucht wird darauf geachtet, dass Pudel mit diesen Erkrankungen nicht zur Zucht zugelassen werden.