Boston-Terrier

Rasse:Boston-Terrier
Synonyme:

Boston Bull

Herkunft:USA
FCI-Gruppe:Gruppe 9, Sektion 11: Kleine doggenartige Hunde – FCI-Nr. 140
Verwendung:Begleithund
Jagdhund
Familienhund
früher Rattenbeißer
Fell:Kurz, glatt, glänzend und von feiner Struktur
Farben:Gestromt, schwarz oder seal mit weißer Markierung. Weiße Schnauze, möglichst gleichmäßig weiße Blesse, Hals, Brust, einen Teil oder die ganzen Vorderläufe und die Hinterläufe unterhalb des Sprunggelenks.
Größe:38 - 43 cm
Gewicht:4,5 - 11,5 kg
Lebenserwartung:13 - 15 Jahre Jahre

Obwohl die Rasse des Boston Terriers noch ziemlich jung ist, erfreut sie sich mittlerweile immer größerer Beliebtheit. Seine extreme Vergangenheit im Bereich der Hundekämpfe ist ihm heutzutage gar nicht mehr zuzutrauen, denn seine freundliche und liebevolle Art macht ihn zum perfekten Wegbegleiter für Singles und Familien.

Mit einem Durchschnittsgewicht von 8 kg und einer Lebensdauer von bis zu 15 Jahren ist der Boston Terrier sowohl für die Haltung im Haus als auch in einer Wohnung geeignet.

Herkunft und Geschichte

Der Boston Terrier wurde erst ziemlich spät, gegen Mitte des 19. Jahrhunderts, in Amerika gezüchtet. Seine Ahnenreihe reicht jedoch zurück zur englischen Bulldogge und dem bereits ausgestorbenen English White Terrier.

Die Rasse selbst wurde 1893 vom American Kennel Club anerkannt und der Name stammt direkt aus der Stadt seiner Züchtung – Boston. In den Anfangszeiten wurde er besonders für den Einsatz bei Hundekämpfen gezüchtet, weshalb die ersten Boston Terrier vergleichsweise kräftiger und etwas größer waren. In späterer Folge kam es zu einer Einkreuzung der französischen Bulldogge, wodurch der heutige Boston Terrier kleiner und weitaus weniger kampflustig wurde. Es kam dennoch vermehrt zum Einsatz als Rattenjäger, wobei schnell klar wurde, dass der Boston Terrier ein idealer Begleithund ist. Diese Eigenschaft macht ihn auch heute noch sehr beliebt.

Wesen und Charakter

Obwohl es aufgrund seines Namens den Anschein macht, handelt es sich beim Boston Terrier nicht um einen Terrier und damit auch nicht um einen Jagdhund, sondern vielmehr um einen typischen Begleit- und Familienhund. Sein Wesen ist überaus freundlich und er gilt als eher lebhaft. Die Erziehung ist aufgrund seiner wissbegierigen Art und Intelligenz relativ einfach. Er verteidigt sein Revier, neigt jedoch nicht zu starkem Kläffen oder Aggressivität.

Der Boston Terrier ist eher sehr sensibel und seinem Besitzer gegenüber besonders treu und loyal. Aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit kann er genauso gut in der Stadt als auch am Land gehalten werden. Eine konsequente und liebevolle Hundeerziehung erzielt die besten Erfolge und garantiert eine gefestigte Mensch-Hund-Beziehung. Fremden und Kindern gegenüber ist der selbstbewusste Boston Terrier freundlich gesinnt. Dies gilt auch für den Umgang mit Artgenossen, wobei er sich im Fall eines Angriffs sehr wohl zu verteidigen weiß. Mit seiner wendigen und kraftvollen Art ist er aber auch für jedes Spiel zu haben.

Haltung und Pflege

Der Boston Terrier steht gerne im Mittelpunkt und möchte daher überallhin mitgenommen werden. Aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit und kompakten Größe stellt das jedoch gar kein Problem dar. Er ist zwar kein Extremsportler, erfreut sich aber an ausgiebigen Spaziergängen. Zudem sind Aktivitäten wie Dog Dance mit einem Boston Terrier ein besonderes Vergnügen. Egal ob kurze Ausflüge in der Stadt oder längere Wanderungen im Wald, ihm ist nur wichtig, dass er seinen Besitzer begleiten darf.

Insgesamt sollte der tägliche Auslauf zumindest 1 bis 2 Stunden dauern. Die Pflege des Boston Terriers ist nicht sonderlich zeitaufwendig, da er über ein kurzes, glattes Fell verfügt. Dieses sollte zumindest ab und zu mit einem Hundehandschuh abgerieben werden. Da er auf Hitze und Kälte empfindlich reagiert, ist darauf zu achten, dass es besonders im Sommer nicht zu einer Überbelastung kommt.

Häufige Krankheiten

Nicht nur die Hitzeempfindlichkeit kann zum Problem werden, sondern auch die oftmals kurze Nase des Boston Terriers. Da manche Züchtungen eine zu kurze Nase entwickeln, kann dies in weiterer Folge zu Atemproblemen führen. Deshalb sollte bereits bei der Auswahl des richtigen Züchters darauf geachtet werden.

Das fehlende Unterfell macht ihm zudem auch äußerst kälteempfindlich und es kommt dementsprechend leichter zu Erkältungen. Genetisch bedingte Erkrankungen, wie eine Patellaluxation, Grauer Star oder mögliche andere Augenkrankheiten, sind beim Boston Terrier keine Seltenheit, weshalb regelmäßig eine tierärztliche Kontrolle erfolgen sollte.