Landseer

Landseer
Rasse:Landseer
Herkunft:Deutschland / Schweiz
FCI-Gruppe:Gruppe 2, Sektion 2: Berghunde – FCI-Nr. 226
Verwendung:Begleithund
Rettungshund
Ziehhund
Fell:leicht gewelltes Deckhaar
Farben:Schwarz-weiß
Größe:67 - 80 cm
Gewicht:45 - 68
Lebenserwartung:12 - 14 Jahre

Imposant und kraftvoll wirken Landseer mit ihrem Erscheinungsbild und gelten dabei aber auch als sanfte Riesen, die das ideale Wesen für einen Familienhund besitzen. Viele weitere Vorzüge sorgen dafür, dass Landseer vielfältig eingesetzt werden können.

Herkunft und Geschichte

Der Landseer stammt ursprünglich aus Neufundland – das weiß man heute sicher. Aus welchen Kreuzungen die Rasse genau entstand, ist allerdings noch immer unbekannt. Dafür wurde aber überliefert, dass der Landseer ursprünglich als Arbeitstier eingesetzt wurde. In der Forstwirtschaft war er dafür zuständig, Baumstämme zu ziehen und auf Fischerbooten half er, die Netze einzuholen. Das alles tat er mit einer großen Ruhe und Loyalität gegenüber seinen Menschen. Vielleicht wurden gerade deshalb die englischen und französischen Seefahrer auf ihn aufmerksam und nahmen in mit nach Europa? Man weiß es nicht, aber unter dem Namen „Newfoundland Dog“ (Neufundländer) fand der heutige Landseer sehr schnell Fans im Adel und wurde zum Status-Symbol.

Landseer rennendSpäter, als nur schwarze Neufundländer noch weiter diesen Rassenamen tragen durften, wurde der Landseer nach dem Maler Sir Edwin Landseer benannt, der ein großer Bewunderer dieser Hunde war und sie auf vielen Bildern festhielt. Im 19. Jahrhundert geriet der Landseer fast gänzlich in Vergessenheit, um 1900 herum begann allerdings die Zucht in Europa, vor allem in Deutschland und der Schweiz. 1960 wurde der Landseer auch als eigenständige Rasse anerkannt.

Wesen und Charakter

Landseer werden aufgrund ihres großen und kraftvollen Körpers oftmals falsch eingeschätzt. Zwar sind die Hunde Fremden gegenüber reserviert und wachsam, gehören aber ansonsten zu den überaus friedlichen und ausgeglichenen Rassen. Früher wurden Landseer größtenteils als Rettungs- und Zughunde eingesetzt – heute sind sie mit guter Erziehung ideale Familienhunde und äußerst treue Freunde. Eine konsequente und dennoch liebevolle Erziehung ist bei dem sanften Riesen überaus wichtig, denn diese Rasse ist überaus intelligent und gibt es keine Regeln, handelt ein Landseer gern einmal eigenständig. Und das entspricht natürlich nicht immer den Vorstellungen seiner Menschen.

Landseer liegendLandseer werden inzwischen gern als Therapie-Hunde eingesetzt, da sie äußerst anpassungsfähig sind und dazu das Talent haben, Situationen schnell zu erfassen und dementsprechend zu handeln. Damit sind sie ihren Menschen oftmals eine große Hilfe im Alltag. Zudem lieben sie es, wenn sie gebraucht werden und eine Aufgabe erfüllen können. Die muss dann auch nicht besonders anspruchsvoll sein – ein Landseer ist auch glücklich, wenn er für seinen Besitzer etwas tragen darf oder beim Aufräumen behilflich sein kann.

Haltung und Pflege

Landseer sind nicht gerade kleine Hunde – das macht sich auch in höheren Futterkosten bemerkbar. Ein Hund dieser Größe benötigt einiges an Futter, dass sollte bedacht werden, bevor ein solches Tier angeschafft wird. Landseer benötigen aber nicht nur große Mengen an Futter, sondern es ist vor allem wichtig, dass auf eine ausgewogene Ernährung geachtet wird, damit der Hund mit allem versorgt wird, was er braucht.

Landseer im WaldDie Pflege eines Landseers ist nicht übermäßig zeitaufwendig, jedoch sollte sein dichtes und feines Fell regelmäßig gebürstet werden und es ist auch wichtig, dass lose Unterwolle entfernt wird. Darüber hinaus ist auch die Pflege und Reinigung von Augen, Ohren und Zähnen ein wichtiges Thema, das nicht außer Acht gelassen werden sollte. Ansonsten ist der Landseer relativ anspruchslos und freut sich über ein Zuhause mit Garten, ausreichend Bewegung und viele Möglichkeiten, Schwimmen zu gehen.

Häufige Krankheiten

Da Landseer zu den großen Hunderassen gehören, sind hier Gelenkserkrankungen leider nicht ganz auszuschließen. Eine Neigung zu Knorpelerkrankungen und zur Hüftgelenksdysplasie besteht auf jeden Fall, ist jedoch nicht so ausgeprägt, wie bei vielen anderen Rassen. Somit gibt es beim Landseer nicht viele mögliche Krankheiten, die im Blick behalten werden sollten. Das liegt sicherlich auch daran, dass die Hunderasse noch immer eher selten ist. So wurde an der Rasse nicht viel verändert und das eher robuste Wesen beibehalten.

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