American Bulldog

Rasse:American Bulldog
Synonyme:

Amerikanische Bulldogge

Herkunft:USA
FCI-Gruppe:Die Amerikanische Bulldogge ist nicht von der FCI als eigene Hunderasse anerkannt.
Verwendung:Begleithund
Fell:kurz und glatt
Farben:Weiß, Rot, Rehfarbe, Stromung und Braun
Größe:Rüde 58-69 cm, Hündin 53-64 cm
Gewicht:Rüde 34-54 kg, Hündin 27-41 kg

Der American Bulldog ist ein muskulöser Hund mit großem Kopf und sehr kurzem Fell. Er ist äußerst ausdauernd und verfügt über eine ausgeprägte Persönlichkeit. Dabei ist er aber sehr freundlich und kinderlieb und deshalb ein hervorragender Familienhund.

Herkunft und Geschichte

Vermutlich stammt der American Bulldog von englischen Bulldoggen ab. Er wurde ab dem 17. Jahrhundert in dem Gebiet der heutigen USA gehalten, um bei der Stierhatz eingesetzt zu werden. Dabei handelte es sich um beliebte Wettveranstaltungen, bei denen in einer Umzäunung oder einer extra ausgehobenen Grube Hunde gegen einen Stier kämpfen mussten.

Daneben wurde der American Bulldog aber auch bereits sehr frühzeitig als Gebrauchshund genutzt. Insbesondere in den Südstaaten wurde er von Farmern zur Abwehr von Bären, Wildschweinen und Waschbären genutzt.

Nachdem die Rasse zum Ende des Zweiten Weltkriegs fast ausgestorben war, wurde sie von dem Hundeliebhaber John D. Johnson wiederbelebt. Auch die heute noch geltenden Zuchtstandards wurden zu dieser Zeit festgelegt. Aufgrund der räumlichen Distanz und der unterschiedlichen Anforderungen an die Hunde haben sich die englische Bulldogge und der American Bulldog im Laufe der Jahrhunderte deutlich auseinander entwickelt, wobei Letzterer eine größere Ähnlichkeit mit den ursprünglichen Bulldoggen aufweist als die heute sehr schwere und kurzbeinige englische Bulldogge.

Wesen und Charakter

Trotz des kräftigen, gut bemuskelten Körpers und des massiven Schädels ist der American Bulldog erstaunlich flink und wendig. Er ist sehr bewegungsfreudig und aktiv, weshalb er ausreichend Auslauf und Beschäftigung benötigt. Dank seiner Ausdauer, seinem Temperament und seinem intelligenten Wesen begeistert er sich nicht nur für ausgedehnte Spaziergänge und übliche Spiele, sondern auch für Hundesport.

Auch für eine Ausbildung zum Rettungshund ist er geeignet. Da der American Bulldog äußerst menschenbezogen und anhänglich ist, braucht und genießt er den Kontakt mit Menschen. Besonders der Umgang mit Kindern liegt ihm sehr. Darüber hinaus verfügt der selbstbewusste Hund über einen starken Beschützerinstinkt und verteidigt seine Menschen bedingungslos. Allerdings neigt er gelegentlich zu Dominanz und ist sich dabei mitunter seiner eigenen Stärke nicht bewusst. Deshalb sollte er nur von erfahrenen Hundehaltern erzogen werden und von Anfang an gut sozialisiert werden.

Haltung und Pflege

Aufgrund seines enormen Bewegungsdrangs eignet sich der American Bulldog nur für aktive Hundehalter, die täglich ausgedehnte Spaziergänge mit ihm machen. Auch alle Spiele, die seine Intelligenz herausfordern, machen dem American Bulldog große Freude. Dass er stets ausreichend beschäftigt wird, ist von enormer Wichtigkeit, da der Hund bei dauerhafter Unterforderung Verhaltensprobleme entwickelt.

Eine gute Sozialisation im Welpenalter ist ebenfalls unerlässlich. Trotzdem verträgt er sich mit zunehmendem Alter oft nicht mehr mit gleichgeschlechtlichen Artgenossen. Für eine Zwingerhaltung eignet sich der American Bulldog nicht, da er äußerst menschenbezogen ist.

Bei der Ernährung des Hunds sollte darauf geachtet werden, dass das Futter möglichst fettarm und nicht zu reichlich ist, da der American Bulldog zu Gefräßigkeit neigt. Außerdem sollte kein Soja enthalten sein, da viele Hunde darauf mit einer Nahrungsunverträglichkeit reagieren. Unabhängig von den Mahlzeiten sabbert der American Bulldog sehr stark. Ansonsten ist der Hund dank seines sehr kurzen Fells äußerst pflegeleicht.

Häufige Krankheiten

Im Allgemeinen ist der American Bulldog ein sehr robuster Hund, der wenig krankheitsanfällig ist. Er neigt allerdings zu Hüftgelenks- und Ellenbogendysplasien. Außerdem treten gelegentlich Hautprobleme auf, die von Allergien ausgelöst, aber auch genetisch bedingt sein können. Bei reinweißen Hunden kann überdies eine Taubheit vorliegen.