Barsoi

Rasse:Barsoi
Synonyme:

Russischer Windhund

Herkunft:Russland
FCI-Gruppe:Gruppe 10, Sektion 2: langhaarige Windhunde – FCI-Nr. 193
Verwendung:Begleithund
Jagdhund
Sporthund
Fell:Lang, wellig, oder lockig, mit einer Mähne am Nacken
Farben:Weiß, weiß mit gelben, orangenen oder roten Platten, verschiedene Goldtöne, gold mit silbernem Anflug, gold, dunkel gewolkt, rot, schwarzgewolkt, grau in vielen Tönen, gestromt.
Größe:69 – 79 cm
Gewicht:35 – 48 kg
Lebenserwartung:11 - 13 Jahre

Der Barsoi ist eine anerkannte russische Hunderasse. Übergeordnet gehört der Barsoi den Windhunden an.

Herkunft und Geschichte

Der Barsoi ist, wie der Name ebenfalls aussagt, ein russischer Windhund mit einer stattlichen Größe. Übersetzt bedeutet der Rassename so viel wie schnell oder flink. Die Hunderasse kam aus verschiedenen Rasse-Kreuzungen zustande und entstand durch etwa 10 unterschiedlichen Züchtungen.

Bereits schon im 14. Jahrhundert wurde der Barsoi zur Hetzjagd in Russland genutzt. Der Barsoi wurde durch die Größe und der ausgesprochenen guten Sehkraft und Schnelligkeit besonders bei der Jagd von Füchsen, Wölfen, Hasen und Großwild eingesetzt.

Der Borsoi galt bis zum Jahre 1914 als Nationalhund von Russland. Über England fand die Hunderasse auch in Deutschland einen gewissen Bekanntheitsgrad. Allerdings sind in Deutschland zur heutigen Zeit relativ wenige Barsoi-Züchter vertreten. Der Barsoi gehört in die FCI-Gruppe 10, Sektion 1, Standard Nr. 193.

Wesen und Charakter

Der Barsoi ist ein ausgesprochen anhänglicher und liebenwürdiger Hund, welcher sich durchaus auch gut als Begleithund macht. Seine Größe ist durch seine Gelassenheit weniger auffällig. Bekommt der Barsoi genügend Auslauf, so ist der Barsoi besonders ausgeglichen und ruhig. Der ausgesprochene Bewegungsdrang ist besonders zu berücksichtigen und somit braucht ein Borsoi genügend Bewegung im Freien und eine angepasste Erziehung, um auch ohne Leine laufen zu können.

Der Barsoi ist ein treuer und gelassener Familienhund, doch seine Bewegungsfreude und sein Jagdtrieb sollten nicht unterschätzt werden. Durch die besondere Schnelligkeit und dem Jagdinstinkt können Barsoi sehr agil auf bewegliche Dinge und potentielle Beutetiere reagieren und die Fährte aufnehmen. Manche Rüden entwickeln im Alter zwischen drei und vier Jahren ein enormes Selbstbewusstsein gegenüber anderer Rüden.

Der Barsoi ist mit der passenden Erziehung und dem geeigneten Auslauf allerdings ein besonders anschmiegsamer und treuer Wegbegleiter. Zum Wesen der Hunderasse gehört ebenso auch ein gewisser Mut und eine Unerschrockenheit. Gegenüber fremden Personen reagiert ein Barsoi oft zurückhaltend bis misstrauisch. Der Barsoi zählt zu eines der schnellsten Landtieren der Erde.

Haltung und Pflege

Der Barsoi ist bezüglich der Pflege etwas anspruchsvoller als viele andere Hunderassen, denn das lange und feine Fell sollte täglich gekämmt und gepflegt werden. Zudem benötigt der Barsoi angepasste Futterrationen und zudem eine ausgewogene Zusammensetzung. Ein Barsoi benötigt zu den täglichen Spaziergängen eine extra Möglichkeit, um dem Bewegungsdrang Gutes zu tun.

Ein Barsoi ist ein Hund für das Zuhause und fühlt sich in der Nähe seiner Menschen wohl. Daher sollte ein Barsoi unbedingt im Haus gehalten werden. Ein Barsoi ist für die Hofhaltung ungeeignet.

Häufige Krankheiten

Der Barsoi ist besonders anfällig für eine Magendrehung. Daher muss nach den Futterrationen auf eine ausreichende Ruhepause geachtet werden. Ebenso gehört die Hunderasse zur Risikogruppe mit einem MDR1-Gendefekt.

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