Samojede

Samojede
Rasse:Samojede
Synonyme:

Samojedskaja

Herkunft:Russland
FCI-Gruppe:Gruppe 5, Sektion 1: Nordische Schlittenhunde - FCI-Nr. 212
Verwendung:Begleithund
Familienhund
Hütehund
Jagdhund
Ziehhund
Fell:Reiche, schwere, elastische und dichte Behaarung. Mit kurzer, weicher, dicht geschlossener Unterwolle und mit langem, hartem Haar das durch die Unterwolle wächst und so das Deckhaar bildet.
Farben:Weiß, creme oder weiß mit bisquit.
Größe:Rüde: 54-60cm, Hündin: 50-56cm
Gewicht:23 - 30 kg
Lebenserwartung:etwa 12 Jahre

Der Samojede ist ein mittelgroßer Hund mit hellem (meistens weißem) Fell, der sich immer mehr Beliebtheit erfreut.

Herkunft und Geschichte

Der Samojede stammt ursprünglich aus Sibirien und wurde von den dort lebenden Menschen als Jagdhund, Wachhund und teilweise auch als Schlittenhund verwendet. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gelangten Samojeden erstmals nach Westeuropa.

SamojedeEin britischer Zoologe, Ernest Kilburn-Scott brachte 1889 den ersten Samojeden nach England, einen Welpen namens Sabarka. In den darauffolgenden Jahren brachten verschiedene Forscher immer mehr Samojeden nach England, woraufhin 1909 der erste Rassenstandard erstellt wurde. Bereits vor dem ersten Weltkrieg gelangten die Samojeden auch in die USA, wo nach 1945 auch die Zucht intensiv betrieben wurde.

Wesen und Charakter

Heutzutage wird der Samojede aufgrund der Tatsache, dass er äußerst menschenfreundlich ist, hauptsächlich als Familienhund gehalten. Samojeden sind im Normalfall freundliche und aufgeschlossene Hunde. Sie haben einen ausgeprägten Rudeltrieb und leben daher gerne in größeren Familien beziehungsweise genießen generell die Gegenwart von vielen Menschen.

Der Samojede ist sehr intelligent und lernfähig, ordnet sich aber nicht gerne unter. Die Erziehung bedarf daher Konsequenz und Ausdauer. Die meisten Samojeden besitzen noch immer einen gewissen Jagdtrieb, der unbedingt unter Kontrolle gehalten werden sollte. Im Großen und Ganzen ist der Samojede ein angenehmer Zeitgenosse, der eine Familie sehr gut ergänzen kann.

Haltung und Pflege

SamojedeEinzelhaltung ist beim Samojeden nicht zu empfehlen, er braucht Menschen, die sich Zeit für ihn nehmen. Eine Haltung in einer kleinen Wohnung, in der der Samojede den ganzen Tag alleine ist, ist keinesfalls zu empfehlen. Wohnungshaltung ist dennoch möglich, hier ist aber darauf zu achten, dem Hund genügend Auslauf zu geben. Ansonsten wird der Samojede schnell unausgelastet. Auch Agility oder eine Verwendung als Schlittenhund ist mit dem Samojeden grundsätzlich möglich.

Das Fell muss zumindest zwei Mal wöchentlich gebürstet werden, ansonsten sieht es schnell schmutzig und ungepflegt aus. Zwei Mal im Jahr verliert der Samojede außerdem die Unterwolle. In dieser Phase sollte jedenfalls täglich gebürstet werden.

Häufige Krankheiten

Wie viele Rassenhunde ist auch der Samojede für einige Krankheiten anfällig. Dazu zählen beispielsweise eine Art des Diabetes (aufgrund einer chronischen Entzündung der Bauchspeicheldrüse), Nierenentzündungen oder verschiedene Augenerkrankungen. Außerdem leiden Samojeden wie viele andere große Hunderassen sehr häufig an Fehlentwicklungen des Hüftgelenks. Diese können verschieden stark ausfallen, wobei hier mehrere Faktoren (wie etwa die Ernährung, die Haltung des Hundes und genetische Veranlagung) zusammenspielen.

Im Vergleich ist der Samojede jedoch ein relativ robuster Hund, der bei guter Haltung bis in ein relativ hohes Alter durchaus ein schmerzfreies, gesundes Leben führen kann.

1 Kommentar

  1. Verwendung ist mit Sicherheit nicht der Begleithund. Das ist nur das, was die Menschen gerne wollen. Der Samojede bleibt ein Arbeitshund. Die weißen Hunde mit langen Fell, die vielleicht noch ein wenig äußerlich dem Sammy ähneln, sind längst keine mehr!

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