Beagle

Beagle stehend Leine
Rasse:Beagle
Synonyme:

English Beagle

Herkunft:Großbritannien
FCI-Gruppe:6, Sektion 1: Laufhunde – FCI-Nr. 161
Verwendung:Begleithund
Jagdhund
Fell:kurz und pflegeleicht
Farben:weiß, braun und schwarz
Größe:33 - 41 cm
Gewicht:8 - 14 kg
Lebenserwartung:12 - 14 Jahre

Nach Ansicht der Jäger hat ein guter Laufhund keine falschen Farben. Diese Redewendung trifft auch für den Beagle mit seinem prächtigen schwarz-weiß-lohbraunen Fell zu.

Herkunft und Geschichte

zwei Beagle spielendDie Rasse ist sehr alt. Vielleicht hat Xenophon schon ihre Ahnen beschrieben. Im 18. Jahrhundert wurde in England mit der Züchtung verschieden großer Beagle begonnen. Manche sehen in diesen Tieren Abkömmlinge französischer Laufhunde, die im 11. Jahrhundert nach England kamen. In Frankreich tauchen sie erst 1860 wieder auf und werden dort gern für die Niederwildjagd verwendet.

In seinem 1790 erschienenen Werk über die Vierbeiner sagt Thomas Bewick vom Beagle:
„Man lässt ihn nur den Hasen jagen, obwohl er ihm an Schnelligkeit unterlegen ist. Aber dank seiner außerordentlich empfindlichen Nase folgt er seiner Beute. Er hinterlässt auf der gesamten Fährte des fliehenden Tiers, und mag es noch so viele Haken schlagen, seine Abdrücke und verfolgt es, bis es erschöpft ist und er es dem Jäger stellen kann.“

Beagle im GrasZu jener Zeit hatten die Züchter Beagle verschiedener Größe geschaffen. Einige davon waren so klein, dass sie in der Tasche eines Jagdrocks Platz fanden. Ein gewisser Oberst Hardy, der mit seinen Hunden eine Jagdhütte aufsuchen wollte, soll sie in große Körbe gesetzt haben, die an die Sättel der Pferde gehängt wurden. Die letzten Zwergbeagle gab es um 1910.

Auch heute noch sind die Jagdeigenschaften dieser Hunde sehr geschätzt. Doch in den deutschsprachigen Ländern werden sie nur vereinzelt von Jägern verwendet.

Wesen und Charakter

Aus welchem Kulturkreis der Name Beagle stammt, ist nicht zweifelsfrei geklärt. Die Bezeichnung Beagle könnte vom keltischen „Beag“, möglicherweise auch dem französischen „Beag“ oder dem altenglischen „Begle“ entliehen sein. Alle Begrifflichkeiten stehen jedoch für „klein“. In seinen Ursprüngen ist der Hund Beagle für die Jagd zu Fuß gezüchtet worden. Urkundlich wurden die Beagles erstmals 1475 im Buch „The Squire of Low Degree“ erwähnt. Heinrich VIII. widmete sich als erster britischer Monarch der Jagd mit den Beagles. Ihr „singendes“ Bellen hat diesen Hunden den Beinamen „Singing Beagels“ gegeben.

BeagleDer Beagle zeigt sich bei der Verfolgung von Hoch- und Niederwild als unermüdlicher und vortrefflicher Jagdhund. Dieser Hund wird besonders für die Hasenjagd angesetzt. Er eignet sich aber auch vorzüglich für die Schweißarbeit und für das Stöbern von Rehwild. Manchmal wird er als Meutehund benutzt. Meistens sind bei der Jagd höchstens zwei Beagle dabei.

Vor allem in den Vereinigten Staaten und in Kanada ist dieser Hund populär. Dort wird mit ihm der Feldhase gejagd. In Mittel- und Nordeuropa findet er nur langsam Anhänger unter den Jägern.

Der Beagle ist ein angenehmer Haushund und wird besonders wegen seines fröhlichen Wesens geschätzt. Seine Jagdleidenschaft verliert er allerdings nie. Bei Spaziergängen in Wald und Feld muss also gut auf ihn aufgepasst werden. Leider werden an ihm oft Tierversuche vorgenommen.

Haltung und Pflege

Der Beagle benötigt wie jeder Hund auch Auslauf. Täglich eine Stunde spazieren gehen reicht ihm. Problemlos lässt er sich, wenn ihm sein Auslauf gewährt wird, auch in Wohnungen ohne eigenen Garten halten.
Diese Rasse ist robust. Nur die langen Ohren und Zähne bedürfen besonderer Pflege. Sie müssen regelmäßig gesäubert werden. Das Fell ein- oder zweimal wöchentlich kräftig bürsten, um Staub und abgestoßene Haare zu entfernen.

Häufige Krankheiten

Mastiff Beagle
Mastiff und Beagle

Durch die Schlappohren ist der Beagle für Ohrenentzündungen oder Parasitenbefall gefährdet.
Beagles sind anfällig für die Hound-Ataxie, bei der das Rückenmark angegriffen wird. Bewegungsstörungen, spastische Lähmungen und eingeschränkte Haut- und Oberflächenreflexe sind Symptome dieser neurologischen Erkrankung.

Zu den Krankheiten, die beim Beagle auftreten können, zählt außerdem die Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion), Bandscheibenerkrankungen, Augenprobleme wie Hornhautdystrophie, wobei es zu Ablagerungen auf der Hornhaut kommt sowie Glaukome, bei der ein gefährlicher Augeninnendruck entstehen kann.

Es besteht auch eine besonders starke Anfälligket für die Hüftgelenkdysplasie. Dabei handelt es sich um eine Fehlbildung beziehungsweise Fehlentwicklung des Hüftgelenks.